Vor allem im Grünlandgebiet Österreichs sind Mutterkühe ein wichtiges Standbein für Landwirte. Im Jahr 2023 wurden rund 152.800 Mutterkühe österreichweit gehalten, davon knapp die Hälfte auf Bio-Betrieben (rund 74.300 Mutterkühe). In Deutschland waren es laut Angaben des Statistischen Bundesamtes im November 2022 insgesamt 610.000 Mutterkühe gewesen. Mutterkuhhalter erzielen anders als Rinderhalter mit Milchkühen oder Rindermast laut Buchführungsergebnissen des Grünen Berichts im langjährigen Durchschnitt geringere Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft. Um die Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhhaltung zu steigern bzw. ein zufriedenstellendes Einkommen zu erzielen, ist die Produktionstechnik zu optimieren.
Höhere Einkünfte bei Bio
Bio-Mutterkuhbetriebe erwirtschafteten laut Auswertungen von freiwillig für den Grünen Bericht buchführenden Betrieben im Durchschnitt der Jahre 2021–2023 mehr als konventionell wirtschaftende Betriebe (siehe Tabelle 1).

Obwohl auf Bio-Betrieben annähernd gleiche viele Arbeitskräfte wie auf konventionellen Betrieben arbeiten, werden die Bio-Arbeitskräfte mit 11.277 Euro wesentlich höher entlohnt als die auf konventionellen Betrieben (8.338 Euro). Das ist insofern interessant, da Bio-Betriebe nicht nur mit 13,2 Mutterkühen weniger Tiere als konventionelle Betriebe (16,5 Mutterkühe) halten. Auch die von Bio-Betrieben landwirtschaftlich genutzte Fläche ist mit 23,9 ha kleiner als die der konventionellen Betriebe mit 25,1 ha.
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