In den Regionen Österreichs und Bayerns haben sich einige Wildobstarten besonders bewährt. Klassiker wie Wildapfel, Wildbirne, Wildkirsche und Vogelbeere gehören zum festen Repertoire. Etwas seltener, aber zunehmend nachgefragt, sind Elsbeere und Speierling – beide sind anspruchsvoller in der Etablierung, aber robust gegenüber Trockenheit.
Doch neben der Artenwahl entscheidet vor allem der richtige Pflanzzeitpunkt über den Erfolg. Aus heutiger forstlicher und gärtnerischer Sicht gelten der Herbst und das zeitige Frühjahr als die besten Zeitfenster. Das gilt insbesondere für wurzelnackte Wildgehölze, die dann ausreichend Zeit haben, bis zur Vegetationsperiode Wurzelmasse aufzubauen. Containerpflanzen hingegen erlauben eine deutlich längere Pflanzperiode – von Frühjahr bis Spätherbst – sofern auf ausreichende Bewässerung und Standortsicherung geachtet wird.
Interessanterweise decken sich diese Empfehlungen vielfach mit überliefertem bäuerlichen Wissen. So galt in vielen Regionen der abnehmende Mond, speziell wenn er in sogenannten „Wurzeltagen“ steht, traditionell als ideal für Pflanzarbeiten. In der Praxis wurde oft auch darauf geachtet, Fruchttage für das Pflanzen fruchttragender Gehölze zu nutzen. Auch Schwendtage – die als ungünstig gelten – wurden bewusst gemieden. Ob man diesem Wissen nun aus Überzeugung oder als Ritual folgt: In der Praxis hat sich diese rhythmische Arbeitsweise oft bewährt.
Was der Artikel noch bereithält:
- Wildobst richtig pflanzen
- Optimale Standorte für Wildobst
- Pflanzen nach dem Mondkalender
- u.v.m.

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