Wolfgang Angeringer (Landwirtschaftskammer Steiermark) sprach über Strategien für Bio-Grünlandbetriebe, um auf den Klimawandel zu reagieren. Besonders die steigenden Temperaturen und die Trockenheit setzen dem Grünland immer häufiger zu. Angeringer hob dabei die Wurzeltiefe und die damit einhergehende Trockentoleranz der Pflanzen hervor. Vor allem bei häufiger Nutzung verschiebt sich der Pflanzenbestand zu Arten mit flacheren Wurzeln. Um dem entgegenzuwirken, hat Angeringer drei Praxisbeispiele vorgestellt: Erster Punkt ist die Umstellung auf ein Koppel-Umtriebsweidesystem. Dabei werden die Tiere in einem rotierenden System in verschiedenen Koppeln geweidet. Das gewährleistet eine gleichmäßige Nutzung und Erholung des Pflanzenbestandes. Der zweite Punkt ist die Einsaat von Rotklee in mittelintensiven Mähwiesen. Die tiefen Wurzeln des Rotklees verbessern die Bodenstruktur und erhöhen somit die Trockenresistenz der Wiesen. Gleichzeitig steigen die Futterqualität und die natürliche Stickstofffixierung. Der dritte Punkt ist das Belassen sogenannter Versamungsstreifen in Heuwiesen. Dabei werden kleine Streifen innerhalb der Wiesen nicht gemäht. Diese samen dann aus, wodurch sich die standortangepassten Arten und Sorten im Bestand vermehren können.
Was der Beitrag sonst noch enthält:
- Bio braucht ein eigenes Zuchtprogram
- Grasland braucht Gräser
- Eiweiß aus Feldfutter und Grünland

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