BioWeidepapier: Der Knoten sitzt nicht nur in Brüssel

Weidepapier: Der Knoten sitzt nicht nur in Brüssel

Erschienen in: LANDWIRT 19/2025

Weidepapier
Wieviel Weide ist für Bio-Rinder vorgeschrieben? Darüber gibt es geteilte Meinungen.
Quelle: Archiv

Brüssel will, dass alle Bio-Rinder auf die grüne Weide müssen – ausnahmslos. So wird es den Bauern in Deutschland und Österreich verkauft. Eine Auffassung, die nicht alle teilen. Jens Keim von der Interessensgemeinschaft ‚Kein Zwang zur Weide‘ sagt: „Es gibt allein drei Rechtsgutachten, die dem widersprechen.“

Der Bio-Bauer aus dem fränkischen Feuchtwangen bewirtschaftet seinen Milchviehbetrieb in Innerortslage. Das deutsche Weidepapier der Länderarbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (LÖK), das die Weide für alle Bio-Rinder vorschreibt, ist für ihn kaum umsetzbar. Er interpretiert die EU-Vorgabe aber ohnehin anders: „Der Erwägungsgrundsatz 44 der EU-Ökoverordnung lautet: ‚In den meisten Fällen sollten Tiere ständigen Zugang zu Freigelände haben, auf dem sie sich bewegen können.‘ Ich lese darin ganz klar Spielraum für unterschiedliche Strukturen in Europa heraus.“

Eine starre Pflicht zur grünen Weide für ausnahmslos alle Rinder haben seiner Meinung nach erst die Regierungen und manche Bio-Verbände mit nationalen Vorgaben gemacht.

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Die EU-Verordnung
  • Agrarministerin tatenlos
  • Negativbeispiel Österreich

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