Der Biolandhof Sigg liegt im württembergischen Allgäu, eingebettet in Hügel und Wälder. Die Nähe zu den Alpen, der dadurch hohe Jahresniederschlag und die vielen Hänge und Steilflächen machen die Gegend zu einer der größten Grünlandregionen in Deutschland. In der Landwirtschaft dominiert folglich die Milchviehhaltung.
Der Betrieb von Jakob Sigg sticht dabei heraus. Denn statt Silage setzt der junge Landwirt komplett auf Heu. Das allein ist noch nichts Ungewöhnliches, doch Sigg bewirtschaftet mittlerweile ganze 96 ha Grünland. Der Betrieb gehört damit zu den größeren Bio-Heumilchbetrieben der Region. In dem großen Laufstall stehen 95 Milchkühe, die zweimal täglich im Doppel-16-SwingOver-Melkstand gemolken werden. Auf einen Melkroboter hat Sigg bewusst verzichtet. „Wir sind genau in der Größe zwischen einem und zwei Robotern, was die Auslastung angeht. Außerdem können wir mit einem Melkstand die Weidehaltung einfacher umsetzen. Wir treiben im Frühjahr morgens nach dem Melken die Herde aus. An den heißen Sommertagen machen wir Nachtweide“, erklärt er.
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