In den letzten Jahren haben sich die steigenden Durchschnittstemperaturen und eine Zunahme von Hitze- und Dürreperioden in der Natur deutlich bemerkbar gemacht. Diese Entwicklungen führen im Wald dazu, dass das Wasserangebot im Boden für Bäume immer knapper wird. Vor allem die veränderten Niederschlagsmengen wirken sich in manchen Regionen aus. Besonders etwa im Osten Österreichs, wo die Winterniederschläge rückläufig sind, während in trockenen Gebieten immer mehr Niederschlagsereignisse außerhalb der Vegetationszeit auftreten. Damit verbunden ist ein zunehmend unausgewogener Wasserhaushalt der Böden.
Luft statt Wasser
Wenn die Wasserversorgung nicht mehr ausreicht, reagieren Bäume mit komplexen physiologischen Prozessen. In den Leitungsbahnen, die für den Transport von Wasser und Nährstoffen vom Boden in die Krone verantwortlich sind, entstehen sogenannte Embolien. Das sind Luftblasen, die die Wasserführung dauerhaft behindern oder sogar vollständig unterbrechen können. Diese Schäden sind nicht umkehrbar und führen zu einem Zusammenbruch der Wasserzirkulation in den betroffenen Bereichen. Als Folge sterben Teile der Krone ab. Gleichzeitig wird das Wurzelwerk, das essenziell für die Wasseraufnahme ist, geschwächt, da auch hier Wassermangel herrscht und die Versorgung mit Nährstoffen eingeschränkt wird. Dadurch verlangsamt sich das gesamte Baumwachstum. In extremen Fällen kann der Baum aufgrund von Wassermangel sogar vollständig absterben.
Was der Artikel noch bereithält:
- Symptome von Stress bei Bäumen
- Auswirkungen für Flachwurzler
- Mischwald fördern
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