Jahrzehntelang nur von Wiesen und Wäldern umgeben, grenzt die Hofstelle von Familie Felberbauer mittlerweile an eine Reihenhaussiedlung. Die Mähwiesen nutzen die Nachbarn zwar gern als Hundeauslauf, der Stallgeruch oder das morgendliche Krähen des Hahnes führen aber regelmäßig zu Streitereien. Damit hätte Konsumentin Erika wiederum kein Problem. Ihr gefällt der Gedanke von glücklichen Strohschweinen, idyllischen Almweiden und freilaufenden Hühnern. Gerne betont sie, wie wichtig ihr Tierwohl und regional produzierte Lebensmittel sind. Beim Einkaufen gilt für Erika aber am Ende immer: je billiger, desto besser. Und da sind noch Hans und sein Schwiegersohn Stefan, der kein gelernter Landwirt ist. Hans ist zwar pensionsreif, aber an ein Lockerlassen der Zügel ist in dieser Situation nicht zu denken.
Was diese drei Beispiele miteinander verbindet? Sie zeigen Ungerechtigkeiten und Kontroversen aus der Land- und Forstwirtschaft auf, die uns aufwühlen. Genau solcher Fälle nehmen wir uns künftig in unserem neuen Format „Was Bauern bewegt“ an. Den Anfang macht meine Kollegin Magdalena Moser mit einer Analyse zum Fleischmarkt. Wenn auch Sie ein „Aufreger-Thema“ bewegt, schreiben Sie an redaktion@staging.landwirt-media.com. Wir greifen es auf, gerne auch anonymisiert.
Leopold Th. Spanring, der Sie in den letzten Jahren als Bauernanwalt auf Seite 6 und 7 begrüßte, hat das LANDWIRT Team mit Ende Juli 2025 verlassen. – Wir sagen Danke und wünschen ihm alles Gute. Rechtliche Fragen unserer Leser beantworten wir aber weiterhin. Allerdings rückt der Bauernanwalt auf die Seiten „LANDWIRT Aktuell“ und das in der jeweils passenden Länderausgabe. Ihre Fragen können Sie wie gewohnt online über das Formular staging.landwirt-media.com/bauernanwalt oder per Mail (bauernanwalt@staging.landwirt-media.com) an uns richten.
Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dem aktuellen LANDWIRT!
Ihre Reinhild Jäger
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