Die Wiederbewaldung großer Windwurf- und Käferflächen ist für Waldbesitzer eine Herausforderung. Auf diesen Flächen ist die Pflanzung weiterhin die häufigste Form der Kulturbegründung, bringt aber auch die bekannten Probleme mit sich: Starke Verunkrautung führt besonders bei langsam wachsenden Baumarten zu einem hohen Kulturpflegeaufwand. Spätfrostschäden und Ausfall durch Trockenheit werfen die Kultur in ihrer Entwicklung zurück oder machen zahlreiche Nachbesserungen erforderlich. Die Begründung eines Vorwaldes kann die Wiederaufforstung einer Freifläche spürbar erleichtern.
Was ist ein Vorwald?
Unter einem Vorwald versteht man die Bestockung einer Freifläche mit Pionierbaumarten als Zwischenstadium. Das Ziel dabei ist, möglichst rasch ein ausgeglichenes Bestandesinnenklima zu schaffen und erst dann die gewünschten Zielbaumarten einzubringen. Machen Sie sich bei dieser waldbaulichen Besonderheit die Eigenschaften der heimischen Pionierbaumarten zu Nutze. Diese haben in der Jugend ein rasches Wachstum, sind verhältnismäßig unempfindlich gegen standörtliche Extreme wie Spätfrost oder Trockenheit und verursachen kaum Probleme durch Mäuseschäden und Wildverbiss. Pionierbaumarten, die sich zur Vorwaldbegründung eignen, sind beispielsweise Birke, Eberesche, Erle, Pappel oder Weide. Auch die Lärche kann die Eigenschaften einer Pionierbaumart erfüllen.
Was der Artikel noch bereithält:
- Vorwald: Wie funktioniert das?
- Tipps zum Vorwald
- Mehr Bilder
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