Weideland, wohin das Auge reicht. Eine Gruppe von 35 Mutterkühen trottet mit ihren Kälbern über eine ausgedehnte Koppel am Rand des Moldaustausees, rund 100 km nordöstlich von Passau. Hier verwirklichte sich Wilhelm Sitter seinen Kindheitstraum einer großen Landwirtschaft. Der 86-Jährige erinnert sich: „Ich zeichnete schon als kleiner Junge einen Plan, wie mein Betrieb ausschauen sollte. Ich wollte auswandern und ein echter Cowboy sein.“ Der Weg dorthin war allerdings lang.
Geboren als Sudetendeutscher in Tschechien, wurde er als 7-Jähriger mit seiner Familie von dort vertrieben.
Fünf Jahre später kauften sich die Eltern das Gut Riedelsbach im Bayerischen Wald – ein Gasthaus mit kleiner Landwirtschaft, 3 km von der tschechischen und der österreichischen Grenze entfernt. Das übernahm Wilhelm Sitter Senior später und baute sich daneben einen Briefmarken-Großhandel auf.
Sein Sohn Wilhelm Sitter Junior erinnert sich: „Unser Vater fühlte sich aber nie als Wirt – er war gelernter Landwirt. Seine acht Hektar Grünland bewirtschaftete er stets selbst.“ Immer wieder hörten benachbarte Betriebe auf und boten ihm Pachtflächen an. Sitter und seine drei Söhne schauten sich nach Möglichkeiten einer extensiven Landbewirtschaftung um.
Lesen Sie darüber hinaus in diesem Beitrag:
- Wie Familie Sitter ihren Hof aufstellte.
- Was aus dem Kindheitstraum von Wilhelm Sitter wurde.
- Wie die Einsteller vermarktet werden.
- Bilder vom Betrieb.
- uvm.
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