RindMilchviehUrteil: Landwirt gewinnt Klage gegen Molkerei

Urteil: Landwirt gewinnt Klage gegen Molkerei

Die SalzburgMilch ist die drittgrößte Molkerei Österreichs.
Quelle: Auinger

Einem Milchviehbauer aus Frankenmarkt wurde vor mehreren Monaten vorgeschlagen seine Milch künftig nach „Tierwohl-Plus“-Kriterien zu produzieren. Das lehnte der Landwirt auf Grund des bürokratischen Mehraufwands für seinen Betrieb aber ab. Die Folge war ein Abzug beim Milchgeld. Während einer Zeit von eineinhalb Monaten erhielt der Bauer rund 15.000 Euro weniger als normal.
Er klagte die Molkerei Salzburg Milch. Mit Erfolg wie sich jetzt herausstellte. Sein Anwalt Andreas Haselbrunner sprach im ORF-Interview davon, dass ein Landwirt nicht im Nachhinein Dinge akzeptieren muss, die im Vorhinein nicht im Vertrag niedergeschrieben wurden. Die Molkerei muss nun die entgangene Summe zurückerstatten. Zudem muss bis Ende des Vertragszeitraumes die Milch des Betriebes um den im Vertrag vereinbarten Preis weiter abgenommen werden.
In einer Stellungnahme betonte die Molkerei, dass sie gegen das Urteil keine Rechtsmittel einlegen werde. Der Abzug sei auf Grund der höheren Transportkosten der nicht „Tierwohl-Plus“-zertifizieren Milch entstanden. Die Salzburg Milch will aber die Gestaltung künftiger Lieferverträge überprüfen und anpassen.
Die IG-Milch sprach gegenüber dem ORF von einem richtungsweisenden Urteil. Bauern dürfen sich laut der Gemeinschaft nicht unter Druck setzen lassen und sollen im Zweifelsfall den Gerichtsweg auch gegen Molkereien beschreiten. Aktuell überlege man eine Sammelklage, so die IG-Milch.

Quelle: ORF

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