Mastschweine unter vollem Körpereinsatz mit dem Treibbrett anzuschieben, ist nicht nur schweißtreibend, sondern meist vergebene Müh’. Beim Treiben von Schweinen kommt eine Verhaltensweise erschwerend hinzu: Bei Stress und Angst brechen sie meist nicht nach vorne aus, sondern möchten unbedingt wieder in ihre bekannte Umgebung, sprich in ihre Bucht, zurück.
Wer die natürlichen Verhaltensweisen von Schweinen kennt, kann sich dieses Wissen zunutze machen, um Hürden am Treibgang zu beseitigen und einen möglichst stressfreien Umgang mit den Schweinen zu schaffen. Das hilft nicht nur dem Tier, sondern reduziert auch den Zeitaufwand, die körperliche Belastung und die Verletzungsgefahr für den Landwirt. Nicht zuletzt kann sich Stress vor der Schlachtung in verminderter Fleischqualität niederschlagen.
Geht ein Schwein am Treibweg nicht mehr weiter, hat dies aus Perspektive des Tieres immer einen triftigen Grund. Ein Überblick über häufige Stolpersteine am Weg von einer Bucht zur nächsten bzw. in Richtung Verladerampe und wie Sie diese mit Verständnis für das Schwein im Vorfeld aus dem Weg räumen.
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Mach langsam
„Mach langsam, wir haben keine Zeit“, ist ein Spruch, den der niederländische Tierarzt und Verhaltensforscher Ronald Rongen bei seinen Kursen zum stressfreien Umgang mit Rindern und Schweinen („Low Stress Stockmanship“) gerne verwendet. Heißt: Auch wenn der Transporteur schon Druck macht – bleiben Sie ruhig und motivieren Sie die Tiere mit ruhiger Stimme und falls nötig mit sanftem Klopfen
mit der flachen Hand zum Vorwärts-gehen.
Lesen Sie darüber hinaus in diesem Beitrag:
- Wo der blinde Fleck bei Schweinen liegt.
- Wie das Licht auf die Schweine wirkt.
- Geeignete Treibhilfen
- uvm.

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