SchweinFerkelproduktionStress und Fehlverhalten: Schweine in Not

Stress und Fehlverhalten: Schweine in Not

Erschienen in: LANDWIRT 22/2025

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Raufutter ist wichtig für die Magen-Darm-Gesundheit und das Wohlbefinden.
Quelle: Lechner

Schweine sind Allesfresser mit einem hohen Bedarf an essentiellen Aminosäuren, essentiellen Fettsäuren und essentiellen Vitaminen. Sie sind evolutionär darauf angepasst, sich individuell zu ernähren (Selbstselektion). In freier Natur sind sie etwa 20 % des Tages mit Wühlen beschäftigt, 31 % mit Grasen und 23 % mit Erkunden. Hierbei können sie ihren Nährstoffbedarf instinktiv stillen und genau nach der Nahrung suchen, die ihnen guttut (z. B. Larven und Würmer als Eiweiß- bzw. Aminosäurenquelle, Gras als Rohfaserlieferant). In Stallhaltung muss der Landwirt dafür sorgen, dass das Futter den Ansprüchen der Schweine gerecht wird. Tiere mit Top-Leistungen haben auch einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Ist dieser nicht gedeckt, kann es zu Verhaltensabweichungen kommen. Folgende Auffälligkeiten hängen in der Praxis oft mit fütterungsbedingten Mängeln zusammen:

  • Aggressionen
  • Ohr-Schwanz-Flankenbeißen
  • Leerkauen, Scheinwühlen
  • Holzfressen, Erdfressen
  • Lecken an der Stalleinrichtung/Wänden (z. B. Fugenlecken, Wolken-Lecken an Wänden)
  • Zungen-Stereotypien

Ein von Schweine-Expertin Mirjam Lechner erstellter Verhaltenskompass (siehe Abb.) dient zur Orientierung, welche Nährstoffmängel bestimmte Verhaltensauffälligkeiten (mit)verursachen können.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Warum Stroh und Spielzeug (allein) Probleme selten lösen
  • Unruhe, Schwanzbeißen und Lecksucht: Praxisbeispiele und Lösungsansätze
  • Einfach umsetzbare Maßnahmen zur Vorbeugung und bei akuten Herausforderungen im Schweinestall

 

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