UncategorizedSoma-Fällkeile für jede Baumdimension

Soma-Fällkeile für jede Baumdimension

Erschienen in: LANDWIRT im Wald - Probeausgabe

Bevor der Fällkeil angesetzt wird, setzt man einen nach oben und unten gleichmäßigen Schnabelschnitt.
Quelle: Paar
Die drei Soma-Keile sind bei Spindeldimension, Sechskantaufsatz, Keillänge und Keilhöhe unterschiedlich dimensioniert.
Quelle: Paar

Im LANDWIRT-Praxistest wurden alle drei Soma-Fällkeile – der FK 50, der FK 60 und der FK 80 – eingesetzt. Die Keile sind für schwache (FK 50), mittelstarke (FK 60) und starke (FK 80) Baumdimensionen ausgelegt, die Bezeichnung beschreibt die theoretische Hubhöhe in Millimetern. Dementsprechend unterschiedlich sind die Dimensionen des Spreizkeiles sowie die Hubkraft bzw. das zulässige Drehmoment des Schlagschraubers ausgeführt.

Die äußerliche Bauart ist bei allen drei Modellen grundsätzlich ident. Die durchgehenden Laschen aus rostfreiem Stahl sind beim Rotgussteil gebogen und rückwärts mit vier Schrauben fixiert. Die aus Werkzeugstahl gefertigte Spindel ist außenliegend und hat schlagschrauberseitig keinen Anschlag. Durch die gefräste Herstellung sind Spindel und Druckplatte aus einem Teil. Die Dimension der Spindel ist dem Modell entsprechend für die höheren Belastungen stärker ausgeführt, ebenso der Aufnahmesechskant (14 mm, 16 mm, 19 mm).  – Während des Tests gab es weder Schäden an der Spindel, noch am Rotgussteil (Gewinde-Gegenstück).
Der Anzugwinkel des Kunststoffkeiles ist beim FK 50 mit 20° am größten, 18° sind es beim FK 80 und 17° beim FK 60.

Was zeichnet einen guten Spreizkeil aus?

Fällkeile, die durch das Hineindrücken eines Keiles zwischen zwei Laschen ihre Hubkraft umsetzen, werden als Spreizkeile bezeichnet. Dabei heißt es für den Hersteller, einen guten Mittelweg zwischen der Steigung des Keiles und der Steigung des Schraubgewindes zu finden. Denn damit ist die Hubleistung einerseits und die Hubgeschwindigkeit andererseits verbunden. Das maximale Drehmoment des Schlagschraubers spielt dabei eine auch Rolle. Außerdem gilt es, mit dem Fällkeil eine ausreichende Hubhöhe zu erreichen und dennoch eine kompakte, möglichst leichtgewichtige Konstruktion zu bedienen.

FK 50-2: Technische Daten laut Hersteller

Länge/BreiteHöhe/HubhöheHubkraftGewichtSpindeltypDrehmoment maximal
350 /70 mm57,5/55 mm13 t2,1 kgTR20x4450 Nm

 

Auffällig: die kurze Bauart der Soma-Fällkeile

Der FK 80 ist für Starkholz gemacht.
Quelle: Paar

Auffällig bei den Fällkeilen der Firma Sommersguter ist die kurze Bauart, vor allem des großen Keiles FK 80. Erreicht wird dieses Merkmal durch die eingekürzte, abgewinkelte Kunststoffkeilspitze und die kürzeren Nirolaschen. Für das Einsetzen muss allerdings der Schnabelschnitt etwas größer ausgeführt werden, da die geforderten 7 cm Gerätetiefe erst bei 3 cm Kunststoffkeilhöhe erreicht werden. – Unter Schnabelschnitt versteht man die beiden Schnitte je ca. 10° fallend bzw. steigend zum Fällschnitt, um dann den Spreizkeil einsetzen zu können. Für eine lange Lebensdauer des Fällkeils sollten diese beiden Schnitte in einem möglichst gleichen Winkel zum Fällschnitt ausgeführt werden. Ansonsten kommt es zu einer einseitigen Belastung der Nirolaschen und damit zu Überlastungen und Verformungen.

Gleitflächen der Fällkeile reinigen und schmieren

Die Spindel der beiden größeren Keile FK 60 und FK 80 ist 4-fach gelagert, jene des FK 50 ist 3-fach gelagert, verfügt aber über einen Schmiernippel im Kunststoffkeil. Im Rotgussteil befindet sich bei allen Keilen je ein Schmiernippel für die Gewindeschmierung.
Der Kunstoffkeil besteht laut Hersteller aus einem Sonderkunststoff, der sehr gute selbstschmierende Eigenschaften besitzt. Trotzdem sollten die Gleitflächen täglich gereinigt und geschmiert werden, da es ansonsten zu Kraftverlusten von bis zu 25 % kommen kann.

FK 60-2: Technische Daten laut Hersteller

Länge/BreiteHöhe/HubhöheHubkraftGewichtSpindeltypDrehmoment maximal
440/80 mm65/60 mm17 t3,3 kgTR24x5745 Nm

 

Gewicht der Fällkeile entspricht vergleichbaren Geräten am Markt

Die auf den Nirolaschen aufgeschweißten Krallen halten durch ihre Form und die scharfkantige Ausführung sehr gut im Holz. Während des Testeinsatzes haben sich auch die Schweißpunkte nicht gelöst. Der FK 80 ist mit 6 Krallen ausgestattet, FK 60 und FK 50 mit je 4 Krallen. Das Gewicht der Spreizkeile entspricht dem der am Markt befindlichen Geräte in der jeweiligen Hubstärke.
Positiv bewertet wurde von unseren Testern auch die Bedienungsanleitung, die gut ausgeführt und außerdem mit Explosionszeichnungen und Ersatzteillisten ausgestattet ist.

FK 80-2: Technische Daten laut Hersteller

Länge/BreiteHöhe/HubhöheHubkraftGewichtSpindeltypDrehmoment maximal
480/100 mm85/80 mm28 t5,3 kgTR28x51290 Nm

 

Tipp: Auf das maximale Drehmoment achten

Beim Einsatz des Schlagschraubers ist das maximale Drehmoment zu berücksichtigen. Zu hohes Drehmoment kann den Spreizkeil beschädigen, zu geringes Drehmoment bringt eine zu geringe oder zu langsame Hubleistung. Die Verwendung einer händisch bedienten Ratsche ist ebenso möglich.

Hubhöhe

Die effektive Hubhöhe des Spreizkeiles hängt von der Größe des Schnabelschnittes und der damit verbundenen Einstecktiefe des Keiles sowie der Eindrehtiefe des Kunststoffkeiles ab. Ist eine maximale Eindrehtiefe vorgegeben, so muss von einer geringeren effektiven Hubhöhe ausgegangen werden. Dadurch wird die angegebene maximale Hubhöhe in der Praxis nicht erreicht. Ist keine maximale Eindrehtiefe angegeben, kann die theoretische Hubhöhe erreicht werden. Wird der Kunststoffkeil aber über die Krallen hineingedreht, besteht die Gefahr, dass die Krallen nicht mehr aktiv halten und der Keil zurückrutscht. Bei tief eingesetztem Spreizkeil reduziert sich die Hubkraft, wenn der Kunststoffkeil über die Baummantelkante hineingedreht wird.

Wenn der Spreizkeil angesetzt wird, sollte dieser mind. 7 cm im Schnabelschnitt sein.
Quelle: Paar

Fällkeile: Was im praktischen Einsatz aufgefallen ist

  • Für das Einstecken des Keiles in den Schnabelschnitt wäre das Fehlen der Kante auf der Vorderseite der Krallen (einschubseitig) wünschenswert.
  • Beim kleinen Fällkeil FK 50 ist die Spindellänge –und damit auch die Eindrehlänge – länger als die Nirolaschen. Dadurch ist es möglich (und auch passiert), dass der Kunststoffkeil über die Nirolaschen hinausgedreht werden kann. Wenn dies während des Fällvorganges passiert und der Baum fällt noch nicht um, dann bedarf es einer entsprechenden Keilausrüstung mit Axt, um den Spreizkeil wieder frei zu bekommen. Laut Hersteller wurde die Spindel beim FK 50 inzwischen jedoch verkürzt, sodass das im Test passierte Hinausdrehen nicht mehr möglich ist.
  • Beim FK 60 passierte es, dass die Spindel so weit in den Rotgussteil gedreht wurde, dass mit der verwendeten Nuss die Spindel nicht mehr zurückgedreht werden konnte. Abhilfe schaffen konnten die Tester mit einem feinen Kombischlüssel (17 mm), der zufällig dabei war.
  • Die seitlich eingeschraubten Ösen bei den zwei größeren Keilen zum Anbringen eines Tragegurtes oder einer Leine zur Absturzsicherung des Keiles im steilen Gelände wurden von den Testern positiv bewertet.

LANDWIRT Bewertung

+ Guter Halt der Krallen

+ Öse für Trage-/Fixiergurt bei FK 80 und FK 60

+ Färbiger Kunststoffkeil für leichtere Sichtbarkeit

+ 4 -fach Lagerung bei FK 80 und FK 60

– Kunststoffkeil über Laschen drehbar (bei FK 50)

– Kante der Krallen an der Vorderseite

– Sechskant (Spindel) versenkbar

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