Schaflaub oder auch Laubheu genannt, war früher fester Bestandteil der bäuerlichen Futterwirtschaft und erlebt heute, besonders in der Rehwildfütterung, eine Renaissance. Junge, belaubte Zweige von Hainbuche, Ulme, Esche, Eiche auch Brombeere, Apfel oder Himbeere werden dabei im Spätsommer geschnitten, zu Bündeln gebunden und luftgetrocknet. So entsteht ein einfaches, naturnahes Winterfutter, das dem selektiven Äsungsverhalten des Rehwilds entgegenkommt.
Rehe bevorzugen leicht verdauliche, strukturreiche Pflanzenbestandteile – genau das bietet Schaflaub: Es ist reich an Rohfaser, enthält sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralien und kann bei richtiger Lagerung über Monate trocken, hygienisch und schimmelfrei vorgehalten werden.
Herstellung von Schaflaub
- Zeitpunkt und Auswahl
Die beste Zeit zur Gewinnung ist August bis September, wenn die Blätter voll entwickelt, aber noch nicht welk sind. Ideal sind junge Zweige, da diese ein dichtes, nährstoffreiches Blattwerk aufweisen und gut durchtrocknen. - Schnitt und Bündelung
Mit Astschere oder Handsäge werden die Zweige geschnitten und zu Büscheln von rund 20–30 cm Durchmesser gebunden.
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