Rauch präsentierte kürzlich die ersten Neuheiten für die nächste Düngesaison. Einige Innovationen sollen noch zur Agritechnica folgen.
Spot-Spreading
Auch einfach gehaltene Rauch Düngetechnik wie die Düngerstreuer-Baureihe MDS können „smart“ sein. Der Hersteller präsentiert am Modell MDS 14.2 erstmals die Option SpotSpreading.

Die Neuentwicklung für Baumkulturen basiert auf Ultraschall. Sensoren erfassen die Position von Bäumen in Echtzeit, woraufhin die Maschine die Dosierschieber vollautomatisch öffnet und nur den Wurzelbereich der Pflanzen versorgt. Eine intelligente Regeleinheit wertet Fahrgeschwindigkeit, Sensordistanz und gewünschte Düngerradien algorithmisch aus und steuert den Düngerstreuer bedarfsorientiert. Damit sollen sich bis zu 44 % Düngemittel einsparen lassen.

ISOBUS für MDS
Die MDS-Baureihe lässt sich künftig auch mit ISOBUS ausrüsten – steuerbar über ein vorhandenes Isobus-Terminal im Traktor oder via externes CCI-Terminal. Das System gibt es mit Fahrgeschwindigkeitsabhängiger Regelung inklusive notwendiger Abdrehprobe.

Alternativ ist eine automatisch erfasste Regelung der Ausbringmenge mittels Wiegerahmen zu haben. Hier entfällt die Abdrehprobe. Über einen dreipoligen Stecker und eine siebenpolige Signalsteckdose lässt sich das System auch an Traktoren ohne Isobus-Verkabelung anbinden.

Neues Axis-Modell
Mit dem Modell Axis 25 zeigt Rauch Düngetechnik erstmals die nächste Generation der Serie. Im Herzen des Geräts steht das weiterentwickelte Öffnungs- und Auslaufsystem. Mit einem Massenstrom bis zu 675 kg/min setzt dieses neue Maßstäbe. Weiters wurde die Präzision der Grenzstreu-Einheit Telimat X ausgebaut. Das neue Wurfscheibenprogramm bietet Bandbreiten von 12–42 m Arbeitsbreite. Äußerlich
fallen die klappbare Aufstiegsleiter mit Big-Pack-Aufschneide-Funktion, die neuen fahrbaren Gummi-Abstellrollen sowie die modifizierte LED-Beleuchtung auf.

Aero jetzt noch besser
Verbessert hat Rauch Düngetechnik auch die Exaktoder Pneumatik-Streuer des Typs Aero. Es gibt neue Arbeitsbreiten sowie eine neue Abwinkelung fürs Grenzstreuen.
Einzelauslass-Schaltungen mit unterschiedlich schnell drehenden Dosierrädern ermöglichen individuelle Ausbringmengen je Düse. All diese Weiterentwicklungen sollen die auf Applikationskarten vorgegebenen Ausbringmengen noch perfekter im Feld umsetzen.
Weniger Streufehler
Weiterentwickelt hat Rauch auch die Software OptiPoint pro+. Das Update soll die Präzision und Effizienz der Applikation beim Vorgewende auf ein noch höheres Niveau heben. In Echtzeit erkennt das Programm eine Vielzahl an Parametern – darunter Maschinencharakteristika, Feldgeometrie und spezifische Düngereigenschaften – und optimiert die Düngergabe.
Kommentare