Siehst du das kleine Loch im Stamm des Haselnussbaums?“ Thomas Labuda zeigt auf eine Öffnung, die gerade so groß ist, dass eine Nuss reinpasst. Eine aufgeknackte Schale steckt noch drin. Der Laie hätte das Problem kaum erkannt, dabei bereitet es den Obstbauern Kopfzerbrechen. Der Übeltäter namens Specht bohrt ein Loch, klemmt die Haselnuss rein und hackt sie auf. Mit diesem Trick hat der schlaue Vogel letztes Jahr bis zu 50 kg Haselnüsse verspeist, schätzt der Niederösterreicher. „Ich würde die Bäume daher nicht mehr in der Nähe eines Waldes pflanzen, denn dort hält sich der Specht gerne auf.“
Weitere Artikel aus der Serie „Exotische Früchte“

Haselnuss und Mandel
Inmitten weitläufiger Ackerflächen im nordöstlichen Weinviertel befinden sich die Plantagen der Brüder Thomas Labuda und Richard Erasim. Gemeinsam mit ihren Partnerinnen Juliane und Veronika produzieren sie Haselnüsse, Pawpaws und Mandeln in Bio- Qualität. Richard hat 1999 den elterlichen Ackerbaubetrieb übernommen. Sein jüngerer Bruder Thomas war nicht als Hofübernehmer vorgesehen, darum besuchte er die Gartenbauschule Schönbrunn und studierte später Ökologische Landwirtschaft in Wien.

Weil Richard sich ein zusätzliches betriebliches Standbein zum Ackerbau aufbauen wollte, überlegten die Geschwister, gemeinsam etwas ganz Neues auszuprobieren. Thomas hatte in der Gartenbauschule das erste Mal von der Pawpaw gehört und erinnerte sich an die exotische Frucht. So pflanzten sie im Jahr 2017 die ersten Pawpaw-Bäume, die sie über verschiedenste Baumschulen bezogen. Mittlerweile wachsen die Pawpaws auf einer Fläche von einem Hektar.
Was der Artikel noch bereithält:
- Haselnüsse, Pawpaws und Mandeln am Feld anbauen
- Mühsame Ernte
- Tipps zur Vermarktung und zum Anbau

Kommentare