Die Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) ist in Italien nachgewiesen worden. Die französische Plattform für Tiergesundheit (ESA) bereichtete, dass der erste Ausbruch auf Sardinien bereits am 21. Juni 2025 bestätigt wurde. Eine Herde mit 131 Rinder war betroffen, sieben davon zeigten klinische Symptome. Laut ESA gab es bis Freitag, 27. Juni insgesamt drei Ausbrüche sowie weitere Verdachtsfälle auf der Insel. Auch das italienische Festland ist von der Seuche nicht verschont geblieben. Die ESA gibt an, dass die LSD am Donnerstag, 26. Juni 2025 in einer Herde von 291 Rindern in Porto Mantovano in der Lombardei nachgewiesen wurde. Laut ESA stammte das positiv getestete Tier aus einer der zuvor aus Sardinien gemeldeten Herden. Die LSD ist in Europa, laut der ESA, zuletzt im Oktober 2017 in Montenegro nachgewiesen worden. Seit 2012 hatte sich die Seuche im Nahen Osten, in Teilen Südosteuropas, auf dem Balkan, im Kaukasus, in Russland und Kasachstan verbreitet. Ab 2019 wurde der Erreger auch aus Südostasien, einschließlich Taiwan, China und Thailand, gemeldet. Zwischen 2015 und 2017 gab es in der EU Ausbrüche in Griechenland und Bulgarien.
Blutsaugende Insekten sind Übeträger
Von der LSD werden Rinder und Büffel befallen, für den Menschen besteht keine Gefahr. Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) gibt an, dass Tierverluste in betroffenen Herden zwar selten seien, jedoch erhebliche wirtschaftliche Schäden durch Produktionsverluste bei Milch entstehen können und geschädigte Häute sowie verringerte Gewichtszunahmen auftreten. Bei der Übertragung spielen laut LAVES vor allem durch blutsaugende Insekten eine Rolle. Aber auch mit Speichel kontaminiertes Futter oder Wasser, kontaminiertes Werkzeug oder Personal kommen als Infektionsquellen infrage. AgE
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