BioBio-SchweinKreislaufwirtschaft: Bio-Schweine und Gemüse

Kreislaufwirtschaft: Bio-Schweine und Gemüse

Erschienen in: LANDWIRT 15/2025

Der Auslauf befindet sich an der Westseite des Stalls. Tobias Wild mistet ihn einmal wöchentlich aus und streut frisch ein.
Quelle: Friedrich

Der Gemischtbetrieb der Familie Wild liegt in der sogenannten Bergtheimer Mulde, einer Gegend mit fruchtbarem Lößlehmböden und mildem Klima zwischen Würzburg und Schweinfurt (Unterfranken, Bayern). Familie Wild baut, wie viele andere ortsansässige Bauern, eine Vielzahl von Gemüsekulturen wie Kartoffeln, Kürbisse, Möhren, Rotkohl, Weißkohl, Spitzkohl und Kohlrabi an. Auch die Tierhaltung ist für den Demeter-Betrieb (siehe Infokasten) ein wichtiger Pfeiler des Kreislaufgedankens. Die Schweine im Auslauf hören den heranfahrenden Lader und freuen sich schon auf ihre Extraportion Gemüsereste, die Betriebsleiter Tobias Wild gleich im Auslauf des Stalls verteilt. „Schweinehaltung hat in unserer Familie eine lange Tradition“, erzählt der Betriebsleiter. „Wir hatten zuerst Ferkelerzeugung auf der Hofstelle in der Ortsmitte, mussten diese aber vor mehr als zehn Jahren wegen der fehlenden Auslaufmöglichkeiten aufgeben. Seit zwanzig Jahren haben wir den Mastschweinestall hier im Außenbereich und sind damit bisher sehr zufrieden.“

Info

Der Name „Demeter“ stammt von der altgriechischen Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus. Der Demeterverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise wurde von Rudolf Steiner (1861–1925) mit dem Ziel, die Landwirtschaft von der Chemie loszulösen, begründet. Das anthroposophische Weltbild, dass Boden, Pflanze, Tier und Mensch in einem Kreislauf zusammenwirken, prägt noch heute den Verband, der 1.700 Mitgliedsbetriebe in Deutschland und etwa 4.000 Betriebe weltweit in über 40 Ländern zählt.

Betriebsspiegel
Quelle: LANDWIRT

Vier-Rassen-Kreuzung

Ihre Schweine vermarkten Tobias und Lothar Wild über die bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg). Im Stall tummeln sich Borstentiere mit rötlichen und schwarzen Flecken. Tobias Wild mästet eine Vier-Rassen-Kreuzung. Der Landwirt erklärt: „Die Mutter ist eine Mischung aus deutscher Landrasse und deutschem Edelschwein, der Vater eine Kreuzung aus Duroc und Hampshire. Dies sorgt für eine gute Marmorierung und intramuskuläres Fett im Fleisch.“

Was der Artikel noch bereithält:

  • Stall und Fütterung am Betrieb Wild
  • Leistungen und Tiergesundheit
  • Moderne Technik am Feld und Vermarktung von Bio-Gemüse

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