ForstKostenlose Führungen durch den Wald der Zukunft

Kostenlose Führungen durch den Wald der Zukunft

Erschienen in: LANDWIRT im Wald 03/2025

Inspektion von Borkenkäferlarven mit der Becherlupe.
Quelle: oebf/Wolfgang Lienbacher

Anfang September öffnen alle zwölf Forstbetriebe der Bundesforste ihre Tore und laden Groß und Klein zu rund dreistündigen Touren ein. Die Teilnehmer erfahren vor Ort, wie sich der Klimawandel auf die heimischen Wälder auswirkt, welche Baumarten sich künftig bewähren könnten, und welche forstlichen Maßnahmen dabei zum Einsatz kommen. Für Verpflegung bzw. eine kleine Stärkung zwischendurch oder zum gemütlichen Ausklang wird gesorgt.

NÖ und Steiermark: Von Borkenkäferfolgen zu klimafitten Mischwäldern

Die Wälder im Osten und Süden Österreichs gehören zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen. Der Borkenkäfer ist und bleibt ein zentraler Faktor, der Veränderungen notwendig macht. Welche neuen Baumarten den Waldumbau vorantreiben und wie vielfältige, stabile Mischwälder entstehen, erfahren Interessierte bei den Führungen im Wienerwald in der Region Klosterneuburg (Freitag, 5. September, Beginn 15:00 Uhr) sowie in den Wäldern rund um den Jauerling (Freitag, 5. September, Beginn 14:00 Uhr).

In den Ossiacher Tauern zeigen die ÖBf-Experten ebenfalls am Freitag, 5. September (Beginn 9:00 und 13:00 Uhr), wie Drohnen und andere digitale Hilfsmittel bei der Borkenkäferüberwachung zum Einsatz kommen. Vor Ort wird sichtbar, welche Schäden das kleine Insekt anrichten kann – und welche umfangreichen Maßnahmen gesetzt werden, um den Waldumbau hin zu klimafitten Mischwäldern voranzutreiben.

DIe Führungen durch die Wälder der Zukunft finden, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, in ganz Österreich statt.
Quelle: oebf/Frank Helmrich

Steiermark und Oberösterreich: Naturschutz trifft Waldbewirtschaftung

Wie die Wälder in der Steiermark, dem waldreichsten Bundesland Österreichs, klimafit gemacht werden, zeigt die Tour im obersteirischen Mürzsteg. Die Führung startet am Freitag, 5. September, um 14:00 Uhr im Brunntal und führt durch Schadholzflächen und junge Aufforstungsbereiche, vorbei an Altholzinseln und hinein in den Wald der Zukunft.

Im Inneren Salzkammergut, im Europaschutzgebiet rund um den Ödensee bei Kainisch, dreht sich am Freitag, 5. September (Beginn 9:00 Uhr) alles um die Funktion des Moores als CO₂-Speicher, um Renaturierung, Naturverjüngung und das Zusammenspiel mit der Jagd, während die Führung in Altaussee entlang der Seeuferpromenade (Beginn 14:00 Uhr) den Wald als Biodiversitäts- und Wasserspeicher in den Fokus stellt. Eine weitere Tour am Freitag, 5. September (Beginn 9:00 Uhr) führt in die Wälder rund um Hallstatt. Dort erhalten Teilnehmer einen Eindruck davon, wie naturnahe Waldstrukturen erhalten und klimafit weiterentwickelt werden können.

Ebenfalls am Freitag, 5. September (Beginn 9:00 Uhr) lädt eine Führung in St. Ulrich bei Steyr zur Auseinandersetzung mit naturnaher Waldbewirtschaftung und einem gesunden Gleichgewicht von Wald und Wild ein. In St. Lorenz am Mondsee (Beginn 14:00 Uhr) steht die Pflege steiler Schutz- und Bannwälder im Fokus. Welche Baumarten künftig die besten Chancen haben und ein guter Ersatz für die durch den Klimawandel stark unter Druck geratene Fichte sind, erfahren Naturinteressierte am Samstag, 6. September (Beginn 14:00 Uhr) bei der Führung im Kobernaußerwald bei St. Johann am Walde.

„100 Jahre Erfahrung helfen uns, mit Weitblick auf das zu reagieren, was vor uns liegt. Bei unseren Führungen zeigen wir ganz konkret, wie wir Wälder artenreicher und damit widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen. Damit wollen wir möglichst vielen Menschen näherbringen, wie wichtig ein gesunder Wald für uns alle ist“, sagt Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Österreichischen Bundesforste.

Zukunftsfitte Schutzwälder in Tirol und Salzburg

Bei den Führungen in Tirol trifft Geschichte auf Zukunft – hier stehen die Themen Schutzfunktionen und Waldgeschichte im Zentrum: In Gnadenwald (Freitag, 5. September, Beginn 14:00 Uhr) erfahren Besucher*innen, wie Schutzwälder langfristig stabilisiert werden. In Schwaz hingegen wird am Samstag, 6. September (Beginn 9:00 Uhr) der Bogen von der historischen Waldnutzung des Silberwalds für den Bergbau bis zur heutigen Rolle als Erholungs- und Klimaschutzwald gespannt.

Die Tour in den Wäldern um Kaprun zeigt am Freitag, 5. September (Beginn 9:00 Uhr), dass Klimakrise, Schädlingsdruck und Erosionsgefahr nach neuen Strategien und naturnahem Waldumbau verlangen. Wie mit standortgerechten Baumarten stabile Wälder entstehen, zeigen die Touren am Heuberg bei Koppl nahe der Stadt Salzburg am Freitag, 5. September (Beginn 13:00 Uhr) und am Samstag, 6. September (Beginn 9:00 Uhr).

Anmeldung und weitere Infos zu den Waldführungen 

Bitte auf festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung achten.

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