LandtechnikBranchennewsInsektenschonendes Mähen: Gut aber zu kurz gedacht!

Insektenschonendes Mähen: Gut aber zu kurz gedacht!

Erschienen in: LANDWIRT 11/2025

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Max Bannaski im Interview mit LANDWIRT-Redakteur Johannes Paar.
Max Bannaski, Geschäftsführer der BB Umwelttechnik.
Quelle: Christian Leitner

LANDWIRT: Herr Bannaski, aktuell treiben viele Menschen wirtschaftliche Sorgen um, Themen zur außen- und innenpolitischen Sicherheit beherrschen die Medien. Ist der gesellschaftliche Aufschrei zu Umwelt-, Natur- und Klimaschutz verpufft ?

Max BANNASKI: Leider ist der Nachhaltigkeitsgedanke wieder in den Hintergrund geraten. Themen wie „Rettet die Bienen“ waren kurz in den Medien, aber langfristig gelöst ist noch nichts. Wenn wir in Generationen denken, müssen wir uns fragen, ob das, was wir derzeit tun, wirklich richtig ist. Ich wünsche mir, dass Nachhaltigkeitsbildung und -bewusstsein stärker in den Vordergrund rücken. Wir müssen die Zusammenhänge in der Natur wieder verstehen lernen. Wenn die Ökosysteme kollabieren, nützt uns keine wirtschaft liche Stabilität mehr.

Was bedeutet das für Sie als Unternehmen, das sich unter anderem mit Doppelmessermähwerken der nachhaltigen Landtechnik verschrieben hat?

Landwirte reagieren auf das, was wirtschaft lich und praktisch relevant ist. Wenn eine Technik weniger PS braucht, bessere Futterqualität liefert und zuverlässig läuft , dann wird sie interessant – und der ökologische Vorteil kommt sozusagen als Bonus oben drauf. Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn sie sich auch betriebswirtschaft – lich rechnet. Landwirte müssen ja auch von der Landbewirtschaftung leben.

Zur Person

Max Bannaski ist praktizierender Bauer mit Rindermast und Direktvermarktung und hat vor 10 Jahren die BB Umwelttechnik gegründet. Sowohl als Bauer als auch als Geschäftsführer der BB Umwelttechnik verfolgt er konsequent die Strategie der Nachhaltigkeit.

Bedeutet das, dass Landwirte gar nicht so stark auf den Insektenschutz achten?

Für die meisten Landwirte spielt der Insektenschutz bisher tatsächlich eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind Futterqualität, Leistungsbedarf und Aufwuchsverhalten.

Laut einer neuen Studie der Universitäten Hohenheim und Tübingen soll die Mahd mit Doppelmessermähbalken ja ohnehin nicht insektenschonender sein als mit Scheibenmähwerken?

 

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Informationen zum neu vorgestelltn 4-fach-Kammschwader.
  • Erste Reaktionen von Landwirten über den 4-fach-Schwader.
  • Neue Gedanken zur Mähtechnik.
  • Wünsche an die Politik, Branche und Landwirte.

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