Je windiger ein Standort ist, desto schneller und stärker trocknet der Boden aus. Windschutzhecken können die Windgeschwindigkeit reduzieren und dadurch die Bodenverdunstung vermindern. Die Bodenfeuchte wird erhöht und die Taubildung gesteigert. Die Abschwächung der Windgeschwindigkeit beträgt auf der Luvseite (der dem Wind zugewandten Seite) etwa das Fünffache und auf der Leeseite (der dem Wind abgewandten Seite) ungefähr das 25-Fache der Heckenhöhe. Je höher die Hecke ist, umso weitreichender ist die Windbremsung. Windschutzhecken verbessern somit den Wasserhaushalt von Pflanzen im angrenzenden Grasland. Trockenheitsbedingte Ertragseinbußen werden minimiert.
Unkräuter werden reduziert
Der Wind transportiert Diasporen* bestimmter Pflanzenarten über weite Strecken. Je niedriger die Windgeschwindigkeit ist, desto schlechter können sich Diasporen, die durch den Wind transportiert werden, ausbreiten. Dazu gehören u. a. Haarflieger wie Löwenzahn und Distel sowie Bodenläufer wie beispielsweise Feld-Mannstreu und Sicheldolde. Haarflieger besitzen Diasporen mit Flughaaren oder Schirmen. Sie können dadurch kilometerweit mit dem Wind verfrachtet werden. Bodenläufer werden vom Wind entlang der Bodenoberfläche getrieben. Dabei werden die Diasporen allmählich ausgestreut. Windschutzhecken vermindern die Windgeschwindigkeit und fungieren als Diasporenfalle. Unkräuter werden somit reduziert.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann bestellen Sie jetzt ein kostenloses & unverbindliches Probeheft
Dieser Artikel enthält außerdem:
- Optimale Standorte von Hecken
- Der richtige Zeitpunkt um Hecken anzulegen
- Zusatznutzen aus Hecken ziehen
Kommentare