AckerbauBraugetreide und Riebelmais- Ackerbau in Vorarlberg

Braugetreide und Riebelmais- Ackerbau in Vorarlberg

Erschienen in: LANDWIRT 21/2025

Christoph Weißenbach baut auf 2 ha Braugerste an.
Quelle: Edegger

Fahrradfahrer schlängeln sich an diesem schönen Junitag an Radwegen den Rhein an der österreichisch-schweizerischen Grenze entlang. Die Radwege sind gesäumt von Feldern. Inmitten eines davon steht Landwirt Christoph Weißenbach. Der Bio-Bauer kontrolliert gerade die Reife seiner Braugerste. Er blickt auf die golden schimmernden Ähren und sagt: „Heuer ist meine Gerste, die ich an die Frastanzer Brauerei liefere, sehr schön. Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal Probleme mit den vielen Niederschlägen von 1.300 Millimetern und mehr. Da ernteten wir nur etwa 2,5 Tonnen und hatten zu viel Eiweiß. Heuer hatten wir rund 1.000 Millimeter Regen. Das passt gut und so werden wir in ein bis zwei Wochen das Getreide dreschen können. Ich erwarte mir einen Ertrag von knapp fünf Tonnen.“ Christoph Weißenbach geht tiefer ins Feld und führt weiter aus: „Der viele Regen in Vorarlberg macht den Ackerbau besonders, denn unsere Zeitfenster für die Ernte oder die Unkrautpflege am Acker sind meist nur sehr kurz. Beim Drusch reden wir hier von zwei Tagen, in guten Jahren drei Tage.“
Der Bio-Bauer baut auf einer Fläche von 2 ha Braugerste an. Neben der Braugerste kultiviert Weißenbach Dinkel, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Riebelmais, Silomais, Knoblauch und Knollensellerie. „In Vorarlberg gibt es nur 90 Hektar Gemüseanbaufläche. Also kann man schon sagen, dass ich ein Exot bin“, erzählt der 35-Jährige lächelnd. Er beißt auf ein Korn um die Reife grob abzuschätzen.

In diesem Artikel erwartet Sie noch:

  • Betriebsdaten
  • Besonderheiten des Ackerbaus in Vorarlberg

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