Hohe Strompreise auf der einen, niedrige Einspeisevergütungen auf der anderen Seite. Für Landwirte, die wie kaum ein anderes Gewerbe die Möglichkeit haben, Strom selbst zu produzieren, bietet sich die Nutzung von Eigenstrom an. „Eigenverbrauch ist praktisch immer lukrativ und wird eher noch wichtiger“, betont Robert Immler vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu. Besonders interessant sei Eigenverbrauch bei Anlagen, die nach 20 Jahren aus der deutschen EEG-Förderung (Erneuerbare-Energien-Gesetz) fallen. „Man schätzt die Lebenszeit bei diesen Anlagen auf dreißig Jahre, also bleiben nach der EEG-Zeit immer noch zehn Jahre über“, sagt Immler.
Zunächst ein Blick auf die möglichen Einnahmen: Die höchste Einspeisevergütung gibt es, wenn der Betreiber einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) den gesamten Strom einspeist. In Deutschland gibt es für neue Anlagen ab 10 kW-Leistung laut EEG derzeit 10,56 Cent/kWh. Für Österreich gibt das Portal stromrechner.at im Juni 2025 eine durchschnittliche Einspeisevergütung der Stromanbieter von 6,3 Cent/kWh an, der Tarif der Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) betrug im gleichen Monat 5,3 Cent/kWh. Im Winter liegen diese Werte mit knapp 10 Cent/kWh zwar höher, dennoch stehen diesen Einnahmen noch höhere Stromkosten gegenüber. Zu beachten ist dabei, dass deutsche Landwirte ab einem Verbrauch von 12.500 kWh 2 Cent/kWh über die Stromsteuer-Rückerstattung zurückfordern können. Für Strom aus eigener Produktion gilt dies nicht.
In diesem Artikel erfahren Sie
- Wie hoch die Vergütung für Teileinspeisung aktuell ist
- Wie Sie möglichst viel Eigenstromn auf ihrem Betrieb selbst verbrauchen
- Welche technsichem Umrüstungen dafür nötig sind
- Ob sich Eigenverbrauch auch bei einer neuen PV-Anlage lohnt
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