Für den gelegentlichen Gebrauch kann es durchaus interessant sein, eine gebrauchte Motorsäge zu kaufen. Wenn Sie mit der Säge hingegen viel und oft schneiden, geben Sie lieber einer Neumaschine den Vorzug.
Eine Profisäge oder Halbprofisäge sollten Sie nur dann gebraucht kaufen, wenn:
- alle Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind und auch funktionieren. Tipp: Achten Sie hier besonders auf die Kettenbremse und die Antivibrationsgriffe.
- der Zylinder keine Kratzer (Kolbenreiber) hat. Das können Sie überprüfen, indem Sie die Zündkerze herausschrauben und hineinschauen, ob auspuffseitig Kratzer erkennbar sind.
- keine starken Ablagerungen am Kolben sichtbar sind.
- die Zündkerze eine hellbraune Färbung hat (hellgrau = zu mager/Kolbenreibergefahr; schwarz = zu fettes Gemisch/Ablagerungen).
- ein Probelauf erfolgreich ist: Die Säge muss bei Standgas rund laufen, ohne dass die Kette mitläuft, und außerdem gleichmäßig beschleunigen.
- die Kühlrippen und der Luftfilter sauber sind.
- der Allgemeinzustand (der optische Eindruck) der Säge ansprechend ist.
Gibt es Ersatzteile für die Motorsäge?
Wenn Sie den Kauf einer gebrauchten Motorsäge in Erwägung ziehen, dann überprüfen Sie zuerst, wie viel die Säge neu kostet und dazu im Vergleich die gebrauchte Säge. Beachten Sie auch, dass es beim Kauf einer neuen Säge eine Gewährleistungsfrist gibt, die bei gebrauchten Sägen wegfällt.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Gibt es für das Modell, das man kaufen will, noch Verschleiß- und Ersatzteile? Eine ältere, gut erhaltene Motorsäge zu kaufen, kann durchaus interessant sein. Ältere Modelle sind zwar etwas schwerer und nicht so spritzig, weisen aber meist eine längere Lebensdauer auf (das heißt, sie können mehr Betriebsstunden laufen). Bei neueren Sägen mit elektronischen Vergasern lassen sich die Betriebsstunden übrigens in einer Fachwerkstätte auslesen.

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