BioEin Tag im Zeichen des Agroforsts

Ein Tag im Zeichen des Agroforsts

Erschienen in: LANDWIRT bio 01/2025

Eine Vielzahl Interessenten nahm bei der Tagung in Wels teil.
Quelle: FIBL

Rico Hübner vom Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft eröffnete mit einer Bilanz der Agroforstflächen in Deutschland. Derzeit betreiben 161 Betriebe auf rund 1.300 ha Agroforstwirtschaft. Dazu präsentierte er eine interaktive Karte, auf der Interessierte detaillierte Informationen zu den bestehenden Agroforstsystemen in Deutschland finden können. Über den QR-Code am Ende können Interessierte direkt darauf zugreifen.

Hübner betonte die Vorteile der Agroforstwirtschaft für den Klimaschutz. Agroforstflächen binden Treibhausgase wie CO₂ effektiv. Zwar gibt es Diskussionen über die temporäre Bindung über wenige Jahre im Falle einer thermischen Verwertung. Hübner sieht jedoch auch in einer kurzfristigen Bindung einen positiven Effekt für das Klima. Zudem könnten Holzprodukte wie Pressplatten das gebundene CO₂ auch langfristig speichern. Ein weiterer zentraler Vorteil von Agroforstflächen ist der Schutz vor Winderosion. Die Baumstreifen wirken wie natürliche Windbremsen, wodurch zwei negative Effekte reduziert werden. Ab einer Windgeschwindigkeit von 3,6 m/s wird Wind erosionsrelevant. Eine Baumreihe mit 4,5 m Höhe und einem Kronendurchmesser von 10 m kann den Wind in Bodennähe (1 m Höhe) um 41 % bremsen. Ein ganzer Agroforstbestand mit einem Abstand von 24 m zwischen den Baumreihen erreicht sogar eine Reduktion von 96 %. Weniger Wind bedeutet auch weniger unproduktive Verdunstung. Die wird in Agroforstflächen auch um 20–25 % gesenkt.

Was der Beitrag sonst noch enthält:

  • Mehr Bodenlebne im Agroforst
  • Agroforst Zertifikat
  • Fördermöglichkeiten

 

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