Grundsätzlich stellt sich zu Anfang die Frage, welche Aufgabe ein Eber erfüllen soll. Möchte man ihn nur als Sucheber, also zur Stimulation der Sauen, einsetzen oder soll er auch als Deckeber genutzt werden? Dies sollten Sie unbedingt vorab klären. Pro Eber ist für biologisch wirtschaftende Betriebe eine Mindeststallfläche von 6 m² und ein Auslauf im Ausmaß von 8 m² vorgeschrieben. Der Eber stellt eine Ausnahme dar, denn er darf im Gegensatz zu Sauen und Ferkeln alleine gehalten werden. Dies entspricht seiner natürlichen Rolle in der Natur: Nur zur Paarung gesellt sich der Eber zur Rotte. Um einem „Gewöhnungseffekt“ vorzubeugen, sollte der Eber nicht ständig, sondern nur während der Rausche in die Nähe der zu stimulierenden Sauen getrieben werden.
Geschlechtsreife und Körperkondition
Im Alter von etwa einem halben Jahr erreicht ein Eber die Geschlechtsreife. Zum Einsatz kommen sollte er allerdings erst etwas später, im Alter von sieben bis acht Monaten oder ab einem Gewicht von 120 kg. Wie auch bei den Sauen, ist bei der Fütterung darauf zu achten, dass der Eber nicht überkonditioniert ist.
Was der Artikel noch bereithält:
- Natursprung oder Absamung
- Unerlässlich: Stabiles Fundament
- Kleinrahmige Tiere als Sucheber
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