AckerbauMaisDeutsche Bauern bauen weniger Mais an

Deutsche Bauern bauen weniger Mais an

Mais
Quelle: Fluch

In diesem Jahr dürfte der Maisanbau in Deutschland kleiner ausfallen als 2024. Darauf weisen nach Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hin. Die Statistiker beziffern die gesamte Anbaufläche auf 2,451 Mio. Hektar; das wären 3,7% weniger als 2024. Um knapp 2% kleiner als im vergangenen Jahr fällt voraussichtlich das Körnermaisareal mit 488.900 Hektar aus. Beim Silomais haben die Landwirte die Anbaufläche um schätzungsweise 3,7% auf 1.962.700 Hektar verkleinert.

Allerdings fällt die Entwicklung beim gesamten Maisanbau auf Ebene der Bundesländer stark unterschiedlich aus. Nur in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind leichte Flächenausweitungen zu verzeichnen. Diese sind auf Zuwächse im Segment Körnermais zurückzuführen, durch die sinkende Zahlen beim Silomais kompensiert werden. In den übrigen Bundesländern liegen die Anbauareale durchweg unter den Größenordnungen von 2024. Die Spanne der Flächeneinschränkungen reicht von minus 0,3% in Mecklenburg-Vorpommern bis zu minus 13,4% in Sachsen-Anhalt. Zweistellig nach unten geht es auch in Thüringen mit minus 10,9%.

Ausschlaggebend für die Verkleinerung der Maisanbauflächen ist der Silomais. Hier erwartet Destatis in allen Bundesländern eine Einschränkung des Anbaus, am stärksten in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit jeweils minus 13%. Kräftig zu Buche schlagen insbesondere die drei größten Anbauländer für Silomais. Platzhirsch Niedersachsen kommt auf 447.800 Hektar, was ein Minus von 4,7% bedeutet. In Bayern fällt die Anbaufläche mit 405.200 Hektar um 3,4% kleiner aus. Nordrhein-Westfalen kommt auf 210.400 Hektar und unterschreitet den Vergleichswert um 2,3%.

Uneinheitlich ist hingegen die Entwicklung beim Körnermais. Hier weist Destatis für die Mehrheit der Bundesländer eine größere Anbaufläche aus als 2024. Allen voran steht Bayern mit 110.900 Hektar und einem Zuwachs von 9,6%. Dahinter folgt Niedersachsen mit 114.400 Hektar. Allerdings haben die Landwirte dort den Anbau um 10,5% zurückgefahren. Auf dem dritten Platz liegt Nordrhein-Westfalen, wo die Fläche um 14,4% auf 72.500 Hektar verkleinert wurde. Deutlich zugelegt hat der Körnermaisanbau hingegen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen mit Zuwächsen von 22,0% beziehungsweise 19,6%.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00