Minderwertiges Grundfutter separieren
Das oberste Ziel bleibt, für die laktierenden Tiere möglichst hochwertige Qualitäten zu ernten. Falls die Gräser durch die Dürre bereits zu starke Qualitätseinbußen erlitten haben, macht es absolut Sinn, diesen Schnitt separat für die Kalbinnen und Trockensteher zu silieren. Meist begrenzt sich der massive Trockenschaden auf einzelne Flächen. Vor allem sandige Böden sind gefährdet. Sind nur Teilflächen betroffen, lohnt es sich, dieses Futter in Rundballen zu pressen und später nicht an die Milchkühe zu verfüttern. Auch wenn am Betrieb bis dato das Grundfutter immer ausschließlich in Fahrsilos gelagert wurde, sollte über diese Möglichkeit nachgedacht werden.
Futtervorrat erhöhen
Neben einer schlechten Futterqualität sinkt auch die Erntemenge in hitzegestresstem Grünland. So sind Landwirte häufig darauf angewiesen, den ausgefallenen Ertrag durch Zukauf zu kompensieren. Im Sinne einer bedarfsgerechten Milchkuhfütterung ist der Zukauf von Maissilage oder Zuckerrübenpressschnitzeln. Beim Zukauf von Heu oder Grassilage wird man häufig von minderwertigen Qualitäten überrascht. In diesem Artikel ist es zeitlich bereits zu spät, aber der Anbau einer 100-Tages-Maissilage kann den Futtervorrat deutlich stabilisieren. Wenn Sie sich für eine solche Maissilage entscheiden, gilt ein Aber: Diese Maissilage ist in der Regel energieschwach und somit eher fürs Jungvieh geeignet. Weiters könnte vorhandenes Getreide als Ganzpflanzensilage siliert werden. Auch dieses Futter dient eher als Trockensteher- oder Jungviehfutter. Eine weitere Maßnahme ist das Erhöhen der Kraftfuttermenge. Wenn zum Beispiel das Kraftfutter durch Weizenkleie, Trockenschnitzel oder Sojabohnenschalen gestreckt wird, um die Kraftfuttermenge um 2,5 kg zu erhöhen, führt dies in etwa zu einer Grundfutterreduktion von etwa 2,5 t Frischmasse pro Kuh und Jahr.
Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:
- Wie soll die Ernte vonstatten gehen?
- Welches Schnittintervall bei Dürre?
- Der richtige Einsatzzweck

Kommentare