Raygräser, auch Weidelgräser (Gattung Lolium) genannt, zählen zu den wichtigsten Futtergräsern in der Grünlandwirtschaft. Es gibt heutzutage wohl kaum eine Wiese, wo nicht zumindest eine Weidelgras-Art anzutreffen ist. In den letzten Jahren mehren sich kritische Anfragen aus der Praxis, besonders durch das oft massenhafte Auftreten des raschwüchsigen Bastard-Raygrases. Was sind die Ursachen dafür, dass dieses dominant wird, und wie kann man es in Dauerwiesenbeständen lenken?
Welche Arten und Kreuzungen gibt es?
Das Bastard-Raygras (Anm.: auch mit „i“ schreibbar) ist eine durch Züchtung entstandene Kreuzung aus Italienischem und Englischem Raygras. Kreuzungen zwischen verschiedenen Arten werden botanisch Bastarde oder Hybride genannt. Bastarde, die über Gattungen hinweg entstehen, sind Gattungshybride. Beispiele hierfür sind Kreuzungen zwischen Raygräsern (Gattung Lolium) und Schwingel-Arten (Gattung Festuca). Dementsprechend werden diese Kreuzungen als Festulolium bezeichnet. Diese Hybride können zwischen Englisch- und Italienisch-Raygras und Wiesen- oder Rohr-Schwingel gezüchtet werden, was bei der Sortenbeschreibung meist angegeben ist. Ziel dieser Züchtungen ist eine Weiterentwicklung von wertvollen Futterpflanzeneigenschaften wie Ertrag, Energiegehalt und Krankheitsresistenz. In der Tabelle sind die wichtigsten Futterpflanzenarten aus der Gruppe der Raygräser und Schwingel übersichtsartig dargestellt.
Lesen Sie darüber hinaus in diesem Beitrag:
- Woran erkennt man das Bastard-Raygras?
- Warum wird das Bastard-Raygras im Dauergrünland vielerorts zum Problem?
- Welche Möglichkeiten zur Regulierung es gibt.
- uvm.
Kommentare