Mein BetriebDirektvermarktung und NischenDank Aroniabeere zur Direktvermarktung

Dank Aroniabeere zur Direktvermarktung

Erschienen in: LANDWIRT 19/2025

Familie Kober setzt auf Spezialkulturen wie Aroniabeeren und Haselnüsse und unterscheidet sich dadurch von anderen Höfen der Region.
Quelle: Kober

Die Zahl der Hofläden steigt stetig. Was in manch abgelegenen Regionen einen „Nahversorger“ zurück in den Ort bringt, führt in Tourismusregionen oft zum Konkurrenzkampf. Steigende Preise und gleichbleibende Löhne beeinflussen zudem das Kaufverhalten der Kunden. Die Probleme sind vielfältig, die Lösung ist einfach. Locken Sie Kunden durch Exklusives an. Wie das funktioniert? Wir waren bei Franz Kober im oststeirischen Hochenegg zu Gast. Der Landwirt setzt seit mehr als 15 Jahren auf den Anbau und die Vermarktung von Spezialkulturen. Sein Steckenpferd ist dabei die Aroniabeere.

LANDWIRT: Wie sind Sie auf die Aroniabeeren gekommen?

Franz KOBER: Ursprünglich haben wir Holunder, Chinakohl, etwas Kürbis und Käferbohnen auf unseren Flächen kultiviert. Den Holunder haben wir über die Genossenschaft an die Industrie vermarktet. Die Probleme im Holunderanbau nahmen zu – vor allem im Pflanzenschutz. Als Biobetrieb haben wir nach neuen Lösungen gesucht und sind durch ein Beratungsgespräch der Landwirtschaftskammer auf die Aroniabeere gestoßen. Damals waren wir einer der ersten Aroniabetriebe in der Region. Die Kulturführung ist einfach, die Ernte erfolgt komplett maschinell. Die Nachfrage in der Genossenschaft war groß, der Preis gut. Zu Spitzenzeiten haben wir die Spezialkultur auf zwölf Hektar Fläche kultiviert. Jetzt sind es nur mehr 6,5 Hektar.

Warum haben Sie die Anbaufläche um die Hälfte reduziert?

Es sind immer mehr Betriebe aus der Region auf die Aroniabeeren umgestiegen. Ausländische Ware hat zudem den Markt überschwemmt. Die Vermarktungsgenossenschaft hat immer niedrigere Preise ausbezahlt.

Wie haben Sie auf die fallenden Preise reagiert?

Wir haben bereits früh angefangen die Aroniabeeren in geringen Mengen selbst zu verarbeiten – haben Saft gepresst und Marmelade eingekocht. Ursprünglich wurden die Produkte nur auf einem Tisch am Hof präsentiert und verkauft. Als der Absatz im Großhandel ins Stocken geriet, haben wir reagiert, die Anbaufläche reduziert und mit der Direktvermarktung gestartet.

Was der Artikel für Sie noch bereit hält:

  • Wie sich die Direktvermarktung entwicklet hat
  • Welche Rolle exklusive Produkte bei der Vermarktung spielen
  • Welche Unterschiede zwischen Hofladen und SB-Konzept bestehen

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