EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hat bei einem Besuch in Bayern Lockerungen beim Gebot der Weidetierhaltung im Ökolandbau in Aussicht gestellt. Details wann und wie genau die Erleichterungen für die Ökotierhalter erfolgen sollen, nannte Hansen nicht. Änderungsvorschläge sollten bis Jahresende vorgelegt werden können. Weitere Details wurden nicht genannt.
Weidetierhalter wollen Planungssicherheit
Große Hoffnungen scheint sich der Vorsitzende der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), Thomas Lang, zu machen. „Wir freuen uns über die klare Aussage von Kommissar Hansen zur Weidepflicht.“ Lang mahnte allerdings zu Eile. Viele Bio-Betriebe in Bayern brauchen seinen Worten zufolge schon jetzt Planungssicherheit. Schließlich müssten sie bis September über den Verbleib im Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) entscheiden. Lang drängt auf eine flexiblere Umsetzung und eine längere Übergangsfrist in Bayern.
Seit Januar dieses Jahres sind Ausnahmen von der Weidepflicht in Deutschland aufgrund von Innerortslagen nicht mehr zugelassen. Die EU-Kommission hatte zuvor das Bundeslandwirtschaftsministerium dazu gedrängt, die Weidepflicht im Ökolandbau gemäß der EU-Ökoverordnung nur temporär auszusetzen. Ausnahmen seien nur aufgrund von klimatischen Bedingungen, den Bodenverhältnissen oder der Tiergesundheit möglich.
Quelle: AgE
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