RindRinderkrankheitBTV-Serotyp-8: Südoststeiermark ebenfalls betroffen

BTV-Serotyp-8: Südoststeiermark ebenfalls betroffen

Eine Impfung schützt nicht vor einer Infektion, sondern nur vor schweren Verläufen.
Quelle: agrarfoto.com

Bei den vier gesperrten Betrieben in der Südoststeiermark handelt es sich laut Amtsveterinär Ingo Stumpf um Rinderbetriebe. Schaf- oder Ziegenbetriebe sind in der Steiermark, im Gegensatz zu Kärnten, vom neuen Virustyp 8 ;nicht betroffen.
Ein Kombinationsimpfstoff für die BTV-Serotypen 4 und 8 ist bereits verfügbar.

Symptome

Die von Stechmücken übertragene Virusinfektion verläuft teilweise schwer und kann auch zum Verenden der Tiere führen. Typische Symptome bei Rindern, Schafen und anderen Wiederkäuern sind hohes Fieber, Schleimhautveränderungen im Bereich des Mauls, der Zitzen und Klauen sowie Schwellungen (Ödeme). Zudem kommt es häufig zu einem Rückgang der Futteraufnahme und Milchleistung, Schafbauern berichten von Aborten.

Empfohlene Maßnahmen

Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, wird der Einsatz von Repellentien (Insektenabwehrmitteln) empfohlen. Diese können die Übertragung durch Stechmücken reduzieren, indem sie empfängliche Tiere vor Kontakt mit den Vektoren schützen. Gesunde Tierbestände können nach Rücksprache mit dem betreuenden Tierarzt vorbeugend geimpft werden. Dabei ist zu beachten, dass ein vollständiger Immunschutz erst nach Abschluss der Grundimmunisierung erreicht wird. Die Impfung bereits infizierter Herden ist mit Vorsicht zu betrachten, da sie nur eingeschränkten Schutz bietet und das Risiko birgt, den Krankheitsverlauf nicht mehr günstig beeinflussen zu können. Es ist davon auszugehen, dass sich das Infektionsgeschehen noch bis weit in den Herbst fortsetzen wird.

Quelle: Kleine Zeitung

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