In Zeiten stagnierender Holzpreise und wachsender Anforderungen an eine multifunktionale Waldbewirtschaftung stehen viele Waldbesitzer vor der Frage, wie sie ihre Flächen zusätzlich und dennoch nachhaltig nutzen können. Besonders gefragt sind dabei Formen der Nebennutzung, die das Naturerlebnis, Bewegung und Bildung miteinander vereinen und gleichzeitig wirtschaftliches Potenzial bieten. Beispiele dafür sind der Aufbau eines Bogenparcours, die Anlage von Mountainbike-Strecken oder die Gestaltung eines Waldlehrpfads.
Der Bogenparcours
Ein gut geplanter Bogenparcours führt auf mehreren Kilometern durch den Wald, entlang von 20–50 realistisch gestalteten Zielstationen. Meist sind es 3D-Tierattrappen, die in festgelegten Sicherheitsabständen aufgestellt werden. Ein solcher 3D-Bogenparcours mit rund 30 Zielen steht auch auf den Flächen des Bio-Bauernhofes Eckbauer von Claudia und Helmut Meisenbichler in Kindberg in der Steiermark. Ihr Angebot, das auch ein Verein nutzt, umfasst außerdem eine Bogenhütte, zwei Übungsplätze und einen Bogenstadl. Die Saison geht von 1. Mai bis 31. Oktober. In dieser Zeit muss die Anlage in Schuss sein. Helmut Meisenbichler erklärt: „Im laufenden Betrieb, außer natürlich nach Regen- oder Windereignissen, hält sich die Arbeit in Grenzen. Das Aufwendigste ist das Ausmähen und Freihalten der Wege.“ Für die Wartung, Pflege und Betreuung des Bogenparcours plant der Landwirt 2–3 Stunden pro Woche ein.

Fehler vermeiden
Ein relativ hoher finanzieller Aufwand ist hingegen die Erstanlage des Parcours, die je nach Größe variiert. „Bei 25 bis 30 Tieren muss man schon mit einer Anfangsinvestition von 15.000 bis 20.000 Euro rechnen. Hinzu kommen dann noch die Kosten für die weiteren Infrastruktur wie etwa der Wege und deren Instandhaltung.“
Was der Artikel noch bereithält:
- Kurzinterview zum Bogenparcours
- Tipps zur Mountainbikestrecke
- Wissenswertes zum Waldlehrpfad
- Mehr Bilder
- u.v.m.
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