BioBio-SchweinBio-Schweine im Freiland halten

Bio-Schweine im Freiland halten

Erschienen in: LANDWIRT bio 05/2025

Die Freilandhaltung kann eine interessante Alternative für ein zusätzliches betriebliches Standbein sein.
Quelle: Wlcek

Schon vor mehr als 20 Jahren hat eine Bio- Marke einer großen Supermarktkette gemeinsam mit einem Dutzend engagierter Bio-Bauern das Spezialprodukt „Bio-Freilandschwein“ im Norden Österreichs aufgebaut. Die Landwirte vermarkten seither jährlich etwa 3.200 Schlachtschweine aus Freilandhaltung nach den damals erarbeiteten Richtlinien. Mittlerweile könnten es gerne um ein Viertel mehr sein, Neueinsteiger sind also gefragt. Der große Vorteil der Freilandhaltung besteht darin, dass die Investitionskosten im Vergleich zur Stallhaltung gering sind. Damit lässt sich dieser Betriebszweig kurzfristig aufbauen und die angeschafften Geräte können – sollte man nicht erfolgreich sein – anderweitig genutzt werden. Doch nur wer sich gut informiert und folgende Punkte beachtet, wird auch langfristig erfolgreich sein.

Veranstaltungstipps

7.11.2025: Praktikertag auf Freilandschweinebetrieben im Waldviertel (Niederösterreich)

Infos und Anmeldung unter Tel +43/50/25 92 31 00 oder auf noe.lfi.at

3.11.2025, ab 19 Uhr: Webinar „Freilandschweine erhöhen die Biodiversität“ (online)

Infos und Anmeldung per Mail an kontakt@erde-saat.at

Genehmigung muss sein

Vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest wurde die Freilandhaltung von Schweinen rechtlich genau geregelt. So müssen mittlerweile alle Anlagen von der zuständigen Behörde (in Österreich: Amtstierarzt) genehmigt werden. Eine solche Genehmigung ist nur dann zu bekommen, wenn der Kontakt zu Wildschweinen mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann und entscheidende Hygienemaßnahmen durchgeführt werden.

Entscheidend für die Abschottung nach außen ist ein Zaun, der zumindest 150 cm hoch und gegen Untergraben durch die Wildschweine geschützt ist („Umfriedung“). Als Untergrabungsschutz eignen sich in der Praxis entweder regelmäßig gesetzte Bodenanker oder eine stromführende Litze an der Außenseite.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Keine Investition in feste Gebäude nötig
  • Wirtschaftlich? Ja, aber…
  • Praktische Lösungen für die Schweineweide

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