Bio-Milchvieh und Forstwirtschaft waren bis 2019 die Haupteinkommensquellen von Familie Haselberger aus Nöchling (südliches Waldviertel, Niederösterreich). Mit 21 Jahren hatte Rupert Haselberger den elterlichen Hof übernommen. Dass seine Frau Christa eine Ausbildung zur Gärtnerin und Floristin abgeschlossen und sich immer schon für Heilkräuter interessiert hat, sollte Jahre später eine interessante Betriebsentwicklung ermöglichen.
Mit dem Familienzuwachs – das Paar hat vier Kinder – und damit einhergehenden Krankheiten des Nachwuchses begann Christa sich intensiver mit Naturheilkunde zu befassen. Aus Interesse besuchte sie Kräuterkurse. Die Bio-Bäuerin erzählt: „Dort haben wir eine Zahncreme mit Salbeihydrolat hergestellt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ein Zahnproblem, das mit herkömmlichen Mitteln nicht heilen wollte. Als ich es mit dem Salbeihydrolat – ein hochkonzentriertes, entzündungshemmendes Pflanzenwasser – versuchte, war das Problem nach drei Tagen erledigt. Ich war wirklich überrascht, wie gut es geholfen hat.“
Hydrolate werden durch Wasserdampfdestillation aus Pflanzenteilen wie Blüten, Blättern, Zweigen, Knospen oder Wurzeln gewonnen. Durch dieses schonende Verfahren werden die Inhaltsstoffe aus der Pflanze herausgelöst. Um Hydrolate für den Eigengebrauch zu erzeugen, besuchte die Landwirtin einen Destillierkurs.

Garten- und Wildsammlung
Zunächst kaufte sich Christa Haselberger eine kleine Destille und versuchte sich unter anderen an Lavendel, Rose und Fichte.
Was der Artikel noch bereithält:
- Destillate aus Rosen, Lavendel, Pfefferminze und Co. herstellen
- Auszüge aus Knospen: Gemmomazerate direktvermarkten
- Gesundheitsfördernde Wirkung für Mensch und Tier
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