Die Vorsitzenden der Landesverbände Hannoversche Imker und Imker Weser-Ems, Jürgen Frühling und Christian Jockheck, haben bei einem Austausch mit dem niedersächsischen Landwirtschafts- und dem Umweltministerium einen faktenbasierten Umgang mit der Asiatischen Hornisse gefordert. Sie geben an, dass weder Panikmache vor wirtschaftlichen Schäden noch eine Verharmlosung der Gefahr durch das invasive Insekt dem Problem gerecht werden. Das Umweltministerium gibt an, dass bei dem Austausch klargestellt wurde, dass nach der im März 2025 erfolgten Umlistung der Asiatischen Hornisse von Art. 16 „sofortige Beseitigung“ nach Art. 19 „Management“ der EU-Verordnung 1143/2014 diese weiterhin eine invasive Art der EU-Liste ist. Somit würden Maßnahmen der Beseitigung weiterhin durchgeführt und keineswegs komplett eingestellt werden.
2024 mehr als 100 Sichtungen
Nach der Umlistung gibt das Ministerium an, dass es nun möglich sei abzuwägen, welche Maßnahmen der Bekämpfung noch fachlich und finanziell sinnvoll wären. Maßnahmen, die nicht erfolgsversprechend oder dem Kosten-Nutzen-Verhältnis entsprechen, können nun entfallen. Laut Umweltministerium sind in einem Management- und Maßnahmenblatt mögliche Empfehlungen für sinnvolle und zulässige Maßnahmen zusammengefasst. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) gibt an, dass 2024 mehr als 100 Sichtungen der Asiatischen Hornisse gemeldet wurden; 2023 seien es nur eine Handvoll gewesen. AgE
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