1. Was sind Mykotoxine?
Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte, die von Pilzen während des Wachstums der Pflanze oder der Lagerung von Futtermitteln gebildet werden. Zu dieser Gruppe gehören auch die Aflatoxine. Wichtig: Diese Gifte haben nichts mit sichtbarem Schimmel in Silagen oder Kraftfutter zu tun.
Pilze wachsen grundsätzlich auf allen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Kommt es während der Vegetationsphase – etwa bei Dürre – zu Stress, produzieren die Pilze Giftstoffe – sogenannte Mykotoxine.
In unseren Breiten machen Mykotoxine, die von Fusarien gebildet werden, die größten Probleme. Nicht Milchkühe, sondern Zuchtsauen und Ferkel reagieren mit massiven Gesundheitsproblemen auf diese Fusarientoxine wie DON (Deoxynivalenol) oder ZON (Zearalenon). Fusarientoxine entstehen während der Vegetation am Feld.
2. Woher kommen Aflatoxine?
Im Gegensatz zu Fusarientoxinen entstehen Aflatoxine erst während der Lagerung, und zwar durch sogenannte Aspergillus-Pilze. Diese Pilze gedeihen in feucht-warmen Klimazonen, etwa in Südamerika, Südostasien oder Teilen der USA. In diesen Klimazonen bereiten Aflatoxine in der Tierernährung und Lebensmittelverwendung große Gesundheitsprobleme. Aflatoxine sind für den Menschen schädlich, weil sie im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.
In Mitteleuropa gelangen Aflatoxine hauptsächlich über importierte Futtermittel wie Soja oder Mais auf die
Betriebe. Auch wenn sie kaum ein Problem im heimischen Futter sind, bedeutet es nicht, dass wir kein Problem in der Fütterung damit haben.
Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:
- Der Weg der Aflatoxine über das Blut in die Milch
- Können Mykotoxinbinder schützen?
- Welches Risiko stellen Aflatoxine eigentlich dar?

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