ForstWald im Wandel: „Wir müssen neue Wege beschreiten“

Wald im Wandel: „Wir müssen neue Wege beschreiten“

Erschienen in: LANDWIRT 24/2025

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Walter Schubach studierte Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und arbeitete viele Jahre in der Forstverwaltung in Bayern.
Quelle: Peter Schubach

LANDWIRT: Hat die Fichte ausgedient?

Walter SCHUBACH: Man kann es drehen und wenden wie man will, die Fichte ist die klimasensitive Baumart schlechthin. Fichtendominierte Bestände sind aufgrund der außergewöhnlichen Vitalität des Borkenkäfers inzwischen mit einem hohen Risiko behaftet. Einen gewissen Anteil wird die Fichte aber noch lange in unserem Wald behalten – alleine schon deshalb, weil sie sich besonders freudig verjüngt.

In Deutschland ist die Fichte mittlerweile ohnehin nicht mehr die häufigste Baumart. Heißt das, dass der Zenit in puncto Borkenkäferschäden bereits überschritten ist?

In manchen Gebieten, wie zum Beispiel dem Bayerischen Wald, ist die Fichte nach wie vor mit Abstand die führende Baumart. Wir sollten uns daher bewusst sein, dass es in entsprechenden Trocken- und Dürrejahren wieder zu massiven Käferschäden kommen wird. Aus den bisherigen Erfahrungen und auch Fehlschlägen in der Käferbekämpfung müssen wir lernen und entsprechende Konsequenzen ziehen. Riesenkahlflächen von bis zu 500 Hektar Größe, wie wir sie im Frankenwald haben, dürfen einfach nicht mehr passieren.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Waldumbau: Geht er schnell genug voran?
  • Baumartenwahl bei Aufforstung
  • Gebietsfremde Baumarten
  • Waldgerechte Jagd
  • Waldferne Besitzer
  • u.v.m.

 

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