BioBio-MarktSteirische Bio-Bilanz: Gute Nachfrage, weniger Bio-Bauern

Steirische Bio-Bilanz: Gute Nachfrage, weniger Bio-Bauern

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Der Bio-Anteil lag im ersten Halbjahr bei rund 12 %. Darüber freuen sich v.l.n.r.: LK Präsident Andreas Steinegger, Bio-Tofu Produzent Peter Draxler, Thomas Gschier und Josef Renner von Bio Ernte Stmk., Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer und Bio-Putenmästerin Theresa Krautgartner.
Quelle: Vetta

„Wir haben gute Nachrichten über Bio zu berichten“, eröffnete LK Präsident Andreas Steinegger, die Pressekonferenz am 19. November 2025. Nach dem Höhenflug zu Corona Zeiten und einer kleinen Delle danach, ist der Bio-Absatz wieder auf einem guten Niveau angelangt. Bio-Lebensmittel sind im österreichischen Handel gefragt. Der Wert der Bio-Einkäufe legte im ersten Halbjahr 2025 um 8,5 % zu. Besondern gut nachgefragt werden Milchprodukte, Eier, Gemüse und Mehl. „Bei Bio-Rindfleisch übersteigt die Nachfrage das Angebot. Neue Betriebe wären gefragt “, ergänzt Steinegger. Auch der Bio-Ackerbau hat ein gutes Jahr hinter sich. Das gute Wetter und die guten Erträge spielten den Bauern in die Karten. Der wertmäßige Anteil an Bio-Lebensmittel liegt bei knapp 12 % und hat gegenüber 2024 um fast 0,5 % zugelegt. Der Bio-Anteil liegt bei Milch bei etwa 30 %, bei Eiern bei 18 % und bei Käse bei ca. 11 %. „Die steigenden Lebenserhaltungskosten sollten für den Absatz von Bio-Produkten keine Gefahr darstellen“, sagt Thomas Gschier, Obmann von Bio Ernte Steiermark. Vor allem in Deutschland haben österreichische Bio-Produkte einen hervorragenden Ruf.

In der Steiermark gibt es 4.025 Bio-Betriebe. Die biologisch bewirtschaftete Fläche beträgt 86.688 ha.

105 Bio-Betriebe weniger

Doch trotz der guten Zahlen und Prognosen, sinkt die Zahl der Bio-Betriebe in der Steiermark. Allein im vergangenen Jahr haben 105 Betriebe die biologische Landwirtschaft aufgegeben. „Ob die Betriebe auf konventionell umgestiegen sind oder die Landwirtschaft gänzlich aufgegeben haben, wissen wir leider nicht“, sagt Gschier. Im Gegenzug, haben sich 40 Neueinsteiger dazu entschieden, biologisch zu wirtschaften. Die Bio-Fläche blieb in etwa gleich. Simone Schmiedtbauer bereitet die Gestaltung der zukünftigen GAP Kopfzerbrechen. „Es wird finanzielle Einschnitte geben. Wir wirken auf allen möglichen Ebenen ein, um die Kürzungen im Budget gering zu halten“, betont die Agrarlandesrätin.

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