In der Steiermark beginnt die Gansl-Saison traditionell im Herbst und erreicht rund um Martini (11. November) ihren Höhepunkt. Immer mehr Konsumenten greifen dabei auf heimische Weidegänse zurück, deren Saison sich zunehmend bis Weihnachten erstreckt. Heuer ziehen 38 Betriebe in der Steiermark insgesamt 7.128 Weidegänse auf – mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2015 (3.330 Tiere). Davon stammen 1.190 Gänse aus biologischer Haltung, was einem Anteil von knapp 17 Prozent entspricht.
„Steirische Weidegänse sind sehr beliebt“, sagt Obfrau Margit Fritz. „Die Konsumenten schätzen die zarte Fleischqualität durch die Weidehaltung, die Frische und die Regionalität.“
Tierwohl und Regionalität im Fokus
Die Weidehaltung ist das Herzstück der Marke Steirische Weidegans. Die Tiere verbringen fünf bis sieben Monate im Freien und ernähren sich hauptsächlich von Gras und etwas Getreide. Dadurch wachsen sie langsamer, entwickeln aber besonders zartes Fleisch. Im Gegensatz dazu werden importierte sogenannte Schnellmastgänse ausschließlich im Stall gehalten und innerhalb kurzer Zeit gemästet. Auf den steirischen Weiden leben dagegen nur 100 bis 120 Gänse pro Hektar, was viel Platz und Bewegung ermöglicht. Durchschnittlich halten die Betriebe 187 Tiere, acht Betriebe sind biozertifiziert.
In der Landgastronomie und im Fleischer-Fachhandel haben sich stabile Partnerschaften zwischen Bauern, Wirten und Fleischern entwickelt. Viele Kunden beziehen ihr Gansl jedes Jahr direkt vom Hof – ein Zeichen für gewachsene Regionalität und Vertrauen.
Hohe Nachfrage – jetzt vorbestellen
Durch Vogelgrippe-Fälle in Nachbarländern ist der Import von ausländischen Mastgänsen heuer stark zurückgegangen. Heimische Weidegänse sind daher besonders begehrt und knapp. „Wer jetzt noch eine Weidegans bestellen möchte, sollte rasch handeln“, empfiehlt Obfrau Fritz. (Quelle: Rosemarie Wilhelm, LK Stmk.)

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