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Niederlande: Milcherzeugung sinkt laut Prognosen um 11 %

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In Holland werden die Milchviehbestände in den nächsten Jahren voraussichtlich stark abgestockt.
Quelle: kavram/shutterstock.com

Die niederländische Milcherzeugung wird in den kommenden fünf Jahren wahrscheinlich deutlich eingeschränkt. Gleichzeitig verbessert sich aber die Verhandlungsposition der Milchbauern gegenüber den Molkereien. Analysten der niederländischen Genossenschaftsbank Rabobank prognostizieren für 2030 im Vergleich zu 2025 einen Rückgang der Milchproduktion im eigenen Land um 1,5 Mio. Tonnen oder 11 % auf rund 12,5 Mio. Tonnen. Als Gründe nennen die Fachleute die Abstockung des Tierbestandes.

Stärkerer Wettbewerb unter den Molkereien

Maßgeblich hierfür sind nach Angaben der Fachleute vor allem umweltpolitisch bedingt steigende Kosten in der Milchviehhaltung. Wichtige Auslöser seien künftig strengere Regeln für die Ausbringung von Stickstoff aus Stallmist sowie weiter steigende Kosten für die handelbaren Phosphatproduktionsrechte. Zudem nehmen viele Milchviehhalter an staatlichen Ausstiegsprogrammen teil. Ferner fehlen nach Angaben der Rabobank häufig Betriebsnachfolger.

Unterdessen verschärfe sich der Wettbewerb der Molkereiunternehmen beim Rohstoffbezug: Preissenkungen auf der Absatzseite würden teils nur zurückhaltend über die Erzeugerpreise an die Bauern weitergegeben, um die eigenen Lieferanten zu binden und so die Verarbeitungskapazitäten auszulasten.

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