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Zeigen Schweine auffälliges Verhalten (z. B. Stangen-, Schwanz-, Ohrenbeißen, Hyperaktivität, ausgeprägtes Erkundungsverhalten wie Scheinwühlen, Leerkauen, Wandlecken oder Holz anfressen) kann dies auf eine Mangelsituation hindeuten. Ein starker Drang zum Wühlen etwa kann in einer unzureichenden Aminosäureversorgung begründet sein. In freier Natur würden Schweine in tiefere Erdschichten wühlen, um ihren Nährstoffbedarf über Larven und Würmer zu decken.
Da dies in Stallhaltung nicht möglich ist, muss der Landwirt dafür sorgen, die Rationen dahingehend anzupassen, um den Nährstoffbedarf zu decken. Das Phänomen Leerkauen kann ein Indiz für eine Magenübersäuerung sein. Diese kann durch zu wenig Rohfaser zum Kauen und damit zu wenig Speichelbildung als Puffer für die Magensäure bedingt sein. Gründe hierfür können sein, dass das Futter zu fein vermahlen ist oder zu wenig (qualitativ hochwertiges und auch tatsächlich erreichbares!) Raufutter zur Verfügung steht.
Was der Artikel noch bereithält:
- Eisen, Zink, Selen und Co.: So wirkt sich ein Spurenelementmangel aus
- Praxisfälle zu fütterungsbedingten Mängeln: So haben Betriebe Probleme gelöst
- Tipps zum richtigen Futtermischen
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