Ackerbohne
Die Ackerbohne liefert hohe Rohproteinerträge und ist im Biolandbau ein wichtiger Eiweißträger in der Fütterung. Sie verbessert durch Stickstofffixierung die Bodenfruchtbarkeit und lockert enge Getreidefruchtfolgen auf. In Österreich ist sie vorrangig im Norden verbreitet, in Deutschland besonders in den Küstenregionen. Die begrenzte Trockenheitsresistenz schränkt ihren Anbau in wärmeren Lagen ein.

Körnererbse
Die Erbse gilt als klassische Körnerleguminose und spielt in Biofruchtfolgen eine zentrale Rolle. Sie bringt frühe Ernte, wodurch Zwischenfruchtanbau gut gelingt. In Österreich und Süddeutschland leidet sie oft unter Trockenheit, dazu kommt noch Lagergefahr. Ihr Beitrag zum Eiweißfutter und zur Bodenlockerung macht sie ökologisch wertvoll.

Linse
Die Linse erlebt im Bioanbau eine Renaissance, getragen von steigender Nachfrage nach regionalen Eiweißquellen. Sie gedeiht nur in Mischkultur, meist mit Getreide als Stützfrucht. Österreich und Deutschland sind Nischenstandorte, dennoch entstehen hier spannende Wertschöpfungsketten. Ihr Hauptwert liegt in der Direktvermarktung.

Wicke
Wicken werden im Bioanbau vor allem als Gemengepartner geschätzt. Sie liefern Stickstoff und erhöhen den Rohproteinertrag in Mischungen, z. B. mit Hafer oder Gerste. Die Sommerwicke ist wichtig im Gemengeanbau zur Fütterung oder Gründüngung. Ihre Bedeutung liegt in der Fruchtfolgediversifizierung und Stickstoffversorgung.

Sojabohne
Die Sojabohne ist im Biolandbau die wichtigste Eiweißquelle für Mensch und Tier. Österreich nimmt im europäischen Bio-Sojaanbau eine Vorreiterrolle ein, Deutschland holt auf. Neben Futternutzung gewinnt Lebensmittelsoja für Tofu, Drinks oder Fleischalternativen stark an Bedeutung. Hohe Ansprüche an Wärme und Standort begrenzen das Anbaugebiet.

Kichererbse
Die Kichererbse ist eine wärmeliebende Kultur, die im Bioanbau zunehmend Aufmerksamkeit erhält. Sie bietet Chancen in Direktvermarktung und als regionale Proteinquelle für die Küche. In Österreich und Süddeutschland ist sie bislang eine Nische, trockene Standorte sind vorteilhaft. Ihr Wert liegt weniger im Ertrag, mehr in Vielfalt und Vermarktung.


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